Haarige Sache, Neueste Trends in der Wintermode 2013

Haare sind wieder im Kommen. Aber nicht an den Beinen, sondern an der Kleidung. Lesen Sie über den neuesten Trend

Ob am Morgen an der Bushaltestelle, abends am Heimweg von der Arbeit oder am Wochenende zwischen Bar X und Diskothek Y – im Winter gibt es unzählige Momente, die ohne wärmende Bekleidung unerträglich wären! Für alle, die es gerne praktisch, bequem und stilsicher haben – was in der Modewelt ungefähr einem Sechser im Lotto gleichkommt –, kommt der Trend dieses Winters genau richtig:  Pelzig, kuschelig und haarig muss es sein! (Achtung: Dieses Motto gilt nur für Jacken, Mäntel und Pullover – unsere Beine dürfen weiterhin einem Babypopo ähneln).

Die absoluten Lieblinge der Designer sind heuer „Mohair“ und Angora, je zarter die Härchen, umso besser. Ich muss gestehen, ich bin eigentlich ein Fan von Grobstrick-Pullovern, da sie einer einfachen Jeans oder Leggings gleich einen rockigen und lässigen Touch verleihen, und zudem noch warm halten. Jedoch kann auch ich mich langsam mit der Idee anfreunden, meine großmaschigen Lieblingsteile diesen Winter nicht aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken, und stattdessen auf ein paar flauschig-zarte Kleidungsstücke zuzugreifen. Es klingt doch sehr verlockend kalte Tage in einem kuscheligen, weichen Pullover zu verbringen und dabei auch noch im Trend zu liegen.

Beachten sollte man die Farbwahl – grelle Farben oder gar Neontöne sind definitiv Stylingsünden! Stilsicherheit beweist man heuer mit sanften und natürlichen Nuancen, wie etwa einem romantischen Altrosa oder einem zarten Beige. Aber auch ein helles Grau oder ein mattes Grün, sowie ein schlichtes Altrosa sind gern gesehen. Wer einen Mohairpullover ergattert hat, kann ihn getrost mit Jeans oder Röcken kombinieren, solange letztere nicht zu kurz sind. Auch eine dunkle Lederhose kann Frau gerne dazu tragen – sie verleiht dem zarten Kuschelpulli eine freche, toughe Note.

Auch Jacken bekommen in dieser Saison einen zarten, pelzigen Überzug verpasst. Da der Trend heuer eindeutig auch in Richtung Asymmetrie und Oversize geht, schicken renommierte Designer Ihre Models diese Saison gerne in weiten, langen Mohair-Mänteln über den Laufsteg. Auch hier gilt: je feiner die Härchen, umso besser das Outfit.

Wem so viel Angora etwas zu viel des Guten ist, der kann sich auch an den zahlreichen haarigen Accessoires bedienen, die die Modebranche im Moment zur Verfügung stellt  - von Mützen über Schals und Handschuhen: Hauptsache, sie sind kuschelig und zart!

Wie alles, hat auch der Mohairtrend eine Schattenseite: die Freude über das kuschelige, angesagte und wärmende Kleidungsstück wird schnell getrübt, wenn man es nach einem langen Tag abstreift und unser geliebter Pullover seine Haarpracht über den gesamten Rest unseres Gewandes verteilt hat. Wer Abhilfe sucht, ist mit diesem kleinen Trick gut bedient: Angoramode für ein paar Stunden im Kühlschrank oder Gefrierfach parken – und schon fusselt sie deutlich weniger!