Wie werde ich Fotogen - In 12 Schritten zum Profi

Bin ich Fotogen? Nein? Was kann ich tun um das zu ändern? Lesen Sie unseren Ratgeber und werden Sie in 12 Schritten Foto-Model

“Schaut doch mal alle her!”, “Und Cheeeeessee!”, “Einmal lachen für die Kamera!”
Um Gottes Willen. Was für viele das Festhalten eines lustigen Tages oder netten Abends ist, ist für manch andere einfach nur ein Horror. Ich ordne mich je nach Tagesverfassung der einen oder der anderen Gruppe zu - an Bad Hair Days, nach zu wenig Schlaf oder bei gestellten Fotos bin ich leider meistens bei den Leidenden. Wenn dann das Mondgesicht frontal vom Bild grinst oder die Frisur aussieht, als hätte ich gerade einen Tornado überlebt, bestätigt mich das wieder in meinem Drang, auf Fotos möglichst weit hinten oder gar nicht zu sehen zu sein. Hin und wieder gibt es aber auch Bilder, auf denen ich mir selbst richtig gut gefalle - das sind dann meist die, die ich mit stolz geschwellter Brust als Profilbild oder für Fotogeschenke verwende. Doch woran liegt das? Wieso sehen wir hin und wieder aus wie eine unglückliche Kreuzung aus Mastkuh und gerupftem Huhn - und am nächsten Tag wie das neue Cover Model der Vogue? Und wieso gibt es Menschen, die einfach immer viel toller auf Fotos wirken, als sie im echten Leben aussehen - bzw. umgekehrt?

Ich bin dem Phänomen “Fotogen” auf den Grund gegangen und habe mich abseits von Duckface und Co auf die Suche nach den besten Tricks für tolle Aufnahmen gemacht.
Wie vieles im Leben ist fotogen zu sein Gott sei Dank nicht nur eine Frage des angeborenen Talents, sondern eine Sache der Übung und - juhu! - etwas, das man lernen kann.

In 12 Schritten zum Fotomodel:

1.    Der Fokus der meisten Bilder liegt auf den Gesichtern, so gesehen ist das schon einmal das erste, worauf man besonderen Wert legen sollte. Nehmen Sie sich Zeit, ihr Gesicht regelmäßig zu klären und zu peelen, verwenden Sie Make Up, das zu Ihrer Haut passt und Rouge, welches Sie natürlich strahlen lässt. Achten Sie zusätzlich darauf, einen möglichst fließenden Übergang zwischen Gesicht und Hals-, sowie Dekolletebereich entstehen zu lassen. Nichts ist schlimmer, als zugekleisterte Mimiken und ein Glänzen im Gesicht, als hätte man sich statt Make Up mit Bratenfett eingerieben. Für alle, die unter fettiger Haut leiden, empfiehlt es sich Papiertaschentücher (ja, richtig gelesen - vergessen Sie Kosmetiktücher hier) mitzunehmen und sich im Falle einer Aufnahme das Gesicht, besonders die T-Zone, abzutupfen. Typen mit trockener Haut empfehle ich regelmäßige Peelings, um die abgestorbenen Hautschüppchen loszuwerden. Sie sorgen für einen unebenen und matten Teint und haben auf einem Foto nichts zu suchen! Generell ist eine gute Foundation die halbe Miete - dafür lohnt es sich auch schon mal, sich vom Profi beraten zu lassen und etwas tiefer in die Tasche zu greifen!

2.    Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie einzigartig macht! Sie verstecken Ihre Zahnlücke oder Zahnspange hinter einem gekünstelten Lächeln? Sie legen bei Fotos prinzipiell ihre Hand vor das Muttermal neben ihrer Nase? Vergessen Sie das! Abgesehen von einer gezwungenen Mimik und Gestik, macht es Sie nicht schöner, sondern lässt Sie seltsam angespannt aussehen.

3.    Schauen Sie niemals frontal in die Kamera! Eine Kamera macht aus einem 3 D Objekt eine 2 D Aufnahme! Dementsprechend flacht sie alles ab und komprimiert… Gerade in die Kamera zu sehen entfernt sämtliche natürliche Schatten und Schwünge aus Ihrem Gesicht und lässt es ein Vielfaches breiter wirken. Drehen Sie Ihr Gesicht lieber ein bisschen zur Seite, um natürliche Konturen, also Schatten und Highlights, zu erzeugen.

4.    Bitte nicht hochnäsig sein! Den Kopf für Fotos zu heben, bzw. von unten abgelichtet zu werden, ist der Tod für die meisten guten Aufnahmen. Ein freier Einblick in die Nasenlöcher und den Fokus auf dem Kinn, zaubert keine schöne Gesichtsform. Besser den Kopf leicht nach unten und etwas schräg neigen.

Lesen Sie weiter im Teil 2 von "Wie werde ich Fotogen"