Shopping im Outletcenter Pandorf und Co

Spare ich Geld, oder gebe ich zu viel Geld aus. Diese Frage stellt sich mir nach der Shopping Tour durchs Outlet Center

„Ist dir schon einmal aufgefallen, dass man auf unseren Straßen höchst selten nackte Frauen trifft, obwohl doch fast keine etwas zum Anziehen hat?“ Da der letzte Teil dieses Spruches ziemlich gut auf mich zutrifft, und mein Freund eine Leidenschaft für schöne Kleidung hat (ja, ich kann tatsächlich bestätigen, dass diese Art von Mann existiert), haben wir uns heute etwas gegönnt und sind mit ein paar Freunden in ein Designer Outlet gefahren. Unsere Wahl ist auf das Shoppingcenter Mc Arthur Glen in Parndorf (Österreich, Burgenland) gefallen, da dieses die - unserer Meinung nach - breiteste Auswahl an Marken, das schönste Ambiente und die besten Angebote hat. Ich muss noch erwähnen, dass ich einer der Menschen bin, die ungern Geld ausgeben. Ich gönne mir selten etwas Teures, und wenn, dann nur zu bestimmten Anlässen. Daher enden meine Einkaufsausflüge meistens mit relativ dicker Geldbörse und relativ reinem Gewissen. Doch ein Designer Outlet ist anders. Ich habe das Gefühl, dass man hier viel eher darauf achtet, wie viel Geld man sich erspart, als darauf, wie viel man tatsächlich ausgegeben hat.

So gesehen, habe ich heute einen ziemlich großen „Gewinn“ gemacht - die tatsächlichen Ausgaben werden an dieser Stelle besser nicht berücksichtigt, da im Moment noch das gute Gewissen überwiegt. Die Gedanken an die Ausgaben werden mich dann erst nächstes Monat einholen, wenn ich mich beim Arbeiten daran erinnere, wie viel Lebenszeit und Nerven mir mein kleiner Ausflug in die Luxuswelt gekostet hat. Begonnen hat alles recht harmlos, wir haben uns etwas zu essen geholt, und die Sonne genossen. Es folgte ein kleiner Verdauungsspaziergang, bei dem wir uns einen Überblick verschafft und schon die ersten Shops und Teile vorgemerkt haben.

Die Einkaufslust steigt

Und obwohl ich anfangs noch relativ unmotiviert und knausrig war, hat sich mit jeder Minute mehr die Lust zum Shoppen eingestellt. Als sich mein Freund in einen (Damen-!) Mantel verliebt hat, war das Eis gebrochen und das erste Geschäft wurde gestürmt. Ich habe mir um 50% des Normalpreises einen wirklich schönen, hellgrauen Mantel bei „Hallhuber“ gekauft, und freue mich jedes Mal, wenn ich das schöne Teil im Eingangsbereich hängen sehe.

Besonders angetan hat es mir sein rauer und trotzdem weicher Stoff, sowie die Oversize Kapuze, mit der ich mich wie ein Rotkäppchen oder eine verstoßene Prinzessin fühle. Die nächste Station war „7 for all mankind“, die traumhafte Jeans und Hosen - zu leider weniger traumhaften Preisen - anbieten. Normalerweise würde ich einen großen Bogen um solche Stores machen, aber die minus 30% auf den Outletpreis haben mich dann doch überzeugt, zwei Modelle anzuprobieren. Was ich an „7 for all mankind“ mag, sind die kompetenten VerkäuferInnen, die einem genau erklären, welches Modell zu welchem Körpertyp passt. Außerdem haben die Hosen sehr unterschiedliche Stretch Anteile und Längen, so dass eigentlich jeder das passende Teil finden sollte. Besonders für große, sehr schlanke Frauen und Männer ist diese Marke bestens geeignet, aber auch mein Freund (der als leidenschaftlicher Fußballer das Gegenteil von dünnen Beinen hat), ist nach fachkundiger Beratung sofort fündig geworden.

Was passt wird gekauft

Uns beiden passten alle vorgeschlagenen Größen und Modelle wie angegossen, und so haben wir uns für eine graue Männerjeans, eine Used Look Jeans und eine hautenge Pfauenhose aus einer Limited Edition entschieden. Besonders letztere ist jetzt schon mein absoluter Liebling. Unsere Freunde haben bei Timberland, 7 for all mankind und Nike zugeschlagen – wir mussten uns aber eingestehen, dass nach zwei Stunden erst der eigentliche Shoppingrausch einsetzt, und wir schlicht und einfach viiel zu wenig Zeit hatten. Das nächste Mal würden wir auf jeden Fall mindestens einen ganzen Vor- oder Nachmittag einplanen, und uns ein etwas größeres Budget setzen, da man mit etwas Glück und Geduld wirklich tolle Designerstücke zu annehmbaren Preisen erstehen kann. Generell kann ich diese Form des Shoppens nur empfehlen - besonders natürlich die Freiluft Variante, wie in Parndorf, da einem hier viel weniger „die Decke auf den Kopf fällt“. In Indoor Centern ist es ja oft so, dass man nach ein, zwei Stunden eine besondere Form des Lagerkollers bekommt, und sich eingeengt fühlt. Dies ist im Mc Arthur Glen im Burgenland keineswegs der Fall. Im Gegenteil, man verbringt einen schönen Tag mit lieben Leuten, hat genug Möglichkeiten auszuspannen oder die Sonne zu genießen, und kann aus einer Vielzahl gastronomischer Betriebe wählen.

Auch Kinder und der Hunger kommen nicht zu kurz

Für Kids gibt es den Dino-Club, damit auch gestresste Mamas einmal Zeit für sich haben. Von Wien (Oper) aus fährt ein Shuttlebus nach Parndorf, mit dem man sich den Stadtverkehr und die Parkplatzsuche sparen kann. Für besonders eifrige Einkäufer gibt es direkt neben dem Outlet auch ein Hotel, damit man den Shoppingtrip am nächsten Tag fortsetzen kann.

Wer sich nun für Designer Outlets interessiert, der findet an folgenden Adressen viele Infos zu Centern in seiner Nähe:

www.mcarthurglen.com/de
www.outlet-center-info.de/outlet-center-Deutschland.html
www.freeport.at
www.dob-brennero.com/de/index.php