Photo Booth, der Fotoautomat auch zum Selbermachen

Mit einer Photo Booth die unvergessliche Party veranstalten. Auch zum Selbermachen zum (Fast)Nulltarif

Der Begriff Photo Booth stammt ursprünglich aus dem Englischen und hat dort in etwa die Bedeutung wie Fotokabine oder auch Fotoautomat.

Im europäischen Raum hat sich Photo Booth unter einer anderen Bedeutung etabliert. Hier steht er für ein mobiles Fotostudio, dass überwiegend auf Festen, Hochzeiten, Abifeiern und ähnlichem eingesetzt wird.

Die Gesamtausstattung besteht im Allgemeinen aus einer Blitzanlage (auch Studioblitz genannt), einem Hintergrund und einer Aufnahmeeinrichtung mit angeschlossenem PC.

Die Blitzanlage

Die Blitzanlage besteht meist aus Ständern, die rund um den Aufnahmeort platziert werden. Manchmal wird noch ein spezieller Ringblitz auf dem Boden verwendet. Da diese Technik sehr anfällig und obendrein noch sehr teuer ist, macht man dies aber eher selten. Es gibt noch eine weitere Beleuchtungsmethode, die aus normalen Strahlern besteht, wie man sie aus jedem Fotostudio kennt. Davon sollte man aber wegen der großen Wärmeentwicklung in Innenräumen Abstand nehmen.

Gesteuert wird die Blitzanlage, wie an einer herkömmlichen Kamera auch, mit dem Auslöser. Natürlich kann bei einem Photo Booth der Auslöser auch zeitversetzt aktiviert werden. Auf diese Weise erspart man sich den Fotografen und dennoch sind alle anwesenden Personen auf den Bildern zu sehen.

Der Hintergrund

Die Auswahl der zum Anlass passenden Hintergründe bei einem Photo Booth ist enorm hoch. Meist werden neutrale Hintergründe verwendet. Es gibt aber auch eine große Auswahl an Motiven, wie Stränden, Sonnenuntergängen oder auch Aufnahmen aus der Natur.

Ein wirklich erwähnenswertes Merkmal an dem Photo Booth ist die so genannte Green-Screen-Technologie. Ursprünglich wurde diese Technik mal für das Fernsehen entwickelt, hat aber dank immer schnellerer Computer und sinkender Preise auch Einzug in verschiedene Fotostudios gehalten.

Als Hintergrund wird eine hellgrüne Farbe gewählt. Dann kann man vor diesem Hintergrund Foto- und Videoaufnahmen machen. Am Computer ist es nun möglich, jeden beliebigen Hintergrund in das Bild einzublenden. Bei Videos ist natürlich auch der Hintergrund animiert. Zudem lassen sich über den Photo Booth selbst noch viele Effekte per Software in die Aufnahmen einfügen.

Die Fotobox

Die Fotobox selbst gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Meist besteht die Fotobox aus einem Kasten, der auf einem Stativ installiert ist. Vorn ist die Linse für die Fotoaufnahmen und am hinteren Ende befindet sich die gesamte Technik. In der Rückwand der Fotobox befindet sich zusätzlich ein Bildschirm, auf dem man die Bearbeitung der Bilder vornimmt. Manche Boxen habe auch vorn noch einen Monitor, in dem sich die Fotografierten selbst sehen können. Es gibt auch Aufbauten einer Fotobox, wo die Steuerungstechnik neben der Box auf einem Tisch aufgebaut wird.

Zusätzlich befindet sich in den meisten Fällen noch ein eingebauter Drucker in der Fotobox, welcher die gemachten und bearbeiteten Bilder gleich in beliebiger Anzahl ausdrucken kann.

Die Software

Die Software die auf einem Photo Booth läuft, kann man sich wie ein herkömmliches Bildbearbeitungsprogramm vorstellen. Allerdings braucht man hier keine speziellen Kenntnisse um hochwertige Fotos zu erstellen. Die Software liefert die Effekte praktisch auf Knopfdruck ohne das man viele Einstellungen vornehmen muss. Wie oben schon kurz erwähnt, kann man fast jeden beliebigen Hintergrund in das Bild einfügen. Ebenso sind lustige oder andere Effekte möglich. Man kann den Leuten zum Beispiel per Software Bärte ankleben, sie in andere Kleidung stecken und noch vieles, vieles mehr.

Inzwischen gibt für fast jedes Betriebssystem entsprechende Photo Booth Software.

Fotobox selber bauen

Natürlich kann man sich eine solche Fotobox auch selber bauen, allerdings braucht man dazu etwas handwerkliches Geschick und man sollte auch wissen, wie man mehrere Monitore an einen Rechner bekommt oder wie gewisse Hardware-Komponenten in Zusammenspiel gebracht werden.

Wichtig für eine Fotobox ist die richtige Kamera. Man braucht dazu eine so genannte DSLR-Kamera, denn nur dieser Kamera-Typ lässt sich über einen Computer steuern. Weiterhin braucht man einen, oder je nach Ausführung, zwei PC-Monitore. Es funktionieren auch manche dieser elektronischen Bilderrahmen, sofern diese an den PC angeschlossen werden können. Nun verbaut man alle Komponenten in der Box und schließt den Computer an. Fertig ist die eigene Fotobox. Wenn man die Kamera bereits hat, ist das Ganze mit 200 bis 300 Euro zu realisieren. Hinzu kommen noch die Kosten für die Blitzanlage, die man jedoch günstig gebraucht erwerben kann.

Lesen Sie im zweiten Teil wie Sie selber mit Ipad und Software eine Photo Booth bauen können.