Männerfrisuren, aktuelle Trend beim Haarschnitt

Solange Mann noch alle Haare hat, ist auch die Frisur ein Thema. Lesen Sie aktuelle Trends bei Männerfrisuren

Nicht nur Frauen machen sich Gedanken über den perfekten Hairstyle, auch Männer zerbrechen sich den Kopf über das, was ihr Haupt ziert. Auf den Laufstegen dieser Welt sieht man durchchoreografierte Frisuren – jede passt zum gezeigten Outfit.
Diesen Herbst, bzw. Winter ist manN – wie so oft – mit dem noch-nass-Look, der klassischen Gel-Frisur, bestens im Trend. Streng nach hinten gekämmt, möglichst kein Haar abstehend, und soviel Haargel, dass die Haare wie frisch aus der Dusche wirken... Wet is back. Für den Look, das Deckhaar relativ lang lassen, bloß nicht zu kurz schneiden – danach radikal zurückkämmen. Besonders oft wurde dieser Trend von Louis Vuitton auf die Catwalks geschickt. Wer es ein bisschen weniger streng und  klassisch mag, kann die Haare auch knapp über den Schläfen scheiteln (Gucci und Dior Homme bevorzugen diese Variante). Achtung: die Haare sollen nicht fettig wirken. Für den perfekten Glanz, das Haar leicht anfeuchten und mit dem Kamm nach Bedarf einen Seitenscheitel ziehen, dann etwas Gel in das zurück gekämmte Haar einarbeiten – je weiter man danach die Haare nach oben kämmt, desto natürlicher und lockerer fallen sie. Solang das Gel noch nicht fest ist, können Sie mit dem Kamm experimentieren - irgendwann werden Sie Ihr Ideal finden. Danach einfach an der Luft trocknen lassen. Tragen kann man diese Frisur eigentlich zu fast allem, egal ob Surfer Style (etwas lockerer) oder Anzug (strenger).

Der perfekte Seitenscheitel

Ein Haircut war in den 20er Jahren bereits groß in Mode, damals vor allem getragen zum Smoking oder feinen Suit. Aktuell wird er bei Viktor und Rolf getragen. Die Rede ist vom Seitenscheitel. Dieser Schnitt ist perfekt bis ins Detail, es darf gerne ein bisschen glänzen – vor allem untertags ist weniger hier jedoch mehr. Mehr Glanz ist dafür beim großen Auftritt am Abend gefragt.  Immer gilt: es sollte möglichst kein Haar aus der Reihe tanzen. Trocknen Sie dazu das restfeuchte Haar gleichmäßig und arbeiten Sie von den Wurzeln bis zum Deckhaar stark haltendes Gel oder Pomade ein. Danach kämmen Sie sektionsweise glatt. Wenn etwas schief geht, einfach betroffene Stelle wieder etwas anfeuchten und korrigieren. Achten Sie darauf, den Scheitel so tief wie möglich an einer der Seiten anzulegen.

Oder eine Tolle

Die Tolle ist eine neue Interpretation der legendären Frisur von Elvis. Grundlage hier ist ein männlicher Basisschnitt, blockartig getrimmte Seiten, ein angelegtes Deckhaar und eine lang bleibende Front, die später zum Formen der perfekten Tolle dient. Hierfür empfiehlt sich vor allem Stylingpaste, denn sie formt, beschwert aber nicht. Diese wird zuerst gleichmäßig ins leicht feuchte Haar eingearbeitet, dann erst wird alles zurückgekämmt, bis auf die Front, die dann die Tolle bildet.

Ein Alltime Favourite ist natürlich die Stoppelglatze, die sich vor allem für Männer mit markantem, kastigem Gesicht und breiten Wangenknochen eignet. Sie ist nicht nur unkompliziert, sondern verleiht je nach Outfit einen besonderen Touch. Ich liebe diese Frisur in Kombination mit Anzügen oder klassischen bis stylischen Looks (auf keinen Fall edgy oder zu alternativ).

Für mich auch besonders hervorzuheben sind „The Baseballs“, eine deutsche Coverband, die aktuelle Chart oder Dance Music Hits im Stil der 60er Jahre interpretiert. Aber nicht nur ihre Musik klingt verdammt gut, nein auch der Style ist absolut authentisch und macht Lust auf mehr – mehr Songs, mehr Sommer, mehr gute Laune. Rockabilly Look nennt sich das und ist nicht schwer nachzumachen... Das Deckhaar sollte manN auf ungefähr 10 cm wachsen lassen. Am Hinterkopf dann alles gleichmäßig stufen, wobei man von hinten nach vorne ansteigend arbeiten sollte – sichtbare Absätze und zu kurze Konturen sollten vermieden werden. Dann die Haare nach oben stehend föhnen und die „Tolle“ vorne mit einer Rundbürste formen. Danach mit etwas Gel oder Pomade fixieren.

Der Undercut

Was in Amerika als „Euro Cut“ bekannt ist, ist auch einer meiner heurigen Favoriten... der Undercut. Im Sommer gerne seitlich SEHR kurz, beinahe nur noch auf ein paar Millimeter geschnitten, so ist er im Herbst und Winter als etwas „wärmere“ Version, mit weniger krass gekürzten Seitenpartien zu finden. Das obere Haar kann dabei nach belieben gestyled werden; ich kenne Varianten mit Gel, Tollen, einfach wild durchgestrubbelt oder ordentlich nach hinten gekämmt.

Aber egal für welche Frisur Sie sich entscheiden – mit den genannten sind Sie auf jeden Fall stilsicher und hip unterwegs.

Bart passend zur Frisur

Doch nicht nur das Haupthaar hat großen Einfluss auf das äußere Erscheinungsbild eines Mannes. Der Bart ist ebenso wichtig und auch hier gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten ihn zu stylen. Die Rasur hat eine lange Tradition und wird zum Teil geradezu zelebriert. Man denke nur an das Barbierhandwerk, das vorwiegend in südlichen Ländern wie der Türkei einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Dort wird häufig mit dem klassischen Rasiermesser gearbeitet, dessen Nutzung ein hohes Maß an Präzision erfordert. Rasiermesser galten hierzulande lange Zeit als überholt, doch mittlerweile feiern sie ein Comeback und werden als besonders edel geschätzt. Sie eignen sich nicht nur hervorragend für eine Glattrasur, sondern können auch für scharfe Konturen sorgen, die den Bart optimal in Szene setzen. Je nach gewählter Bartvariante benötigt manN einiges an Zubehör zur Pflege. Es gibt spezielle Bartöle, die den Bart weicher machen und vor Kälte und UV-Strahlung schützen, Bartkämme, mit denen gegen verknotete Barthaare vorgegangen werden kann, Bartwachs, Balsam für den Bart und noch einiges mehr. Ein hübscher und gepflegter Bart bringt nämlich einige Arbeit mit sich. Wildwuchern lassen ist out. Doch welche Bärte liegen im Trend?

Zu den pflegeleichteren Varianten gehört der 10-Tage-Bart, der für einen rauen und verwegenen Look sorgt. Die Stoppeln wachsen von allein und müssen nur noch etwas in Form gebracht werden. Dabei orientiert man sich am besten an der Kieferknochenstruktur. Am besten kommt der Style mit einer Kurzhaarfrisur zur Geltung. Wenn der Bartwuchs nicht so stark ausgeprägt ist, kann auch der 5-Tage-Bart eine geeignete Alternative sein. Dieser bedeckt nur die untere Gesichtshälfte und zeichnet sich durch kürzere Stoppeln aus. Dazu darf das Kopfhaar auch gerne etwas länger sein.

Der Vollbart erfreute sich in letzter Zeit besonders bei Hipstern großer Beliebtheit. Er ist sehr üppig, weshalb ein gleichmäßiger und starker Bartwuchs notwendig sind. Die Länge ist Geschmackssache, sollte jedoch nicht zu kurz ausfallen. Dieser Bart-Style ist etwas wilder und ausgesprochen maskulin. Vernachlässigt werden darf er aber nicht, denn ohne ordentliche Konturen und der richtigen Behandlung, wirkt er schnell zottelig und ungepflegt. Frisurentechnisch passt dazu eigentlich alles, von langer Mähne bis hin zur Glatze. Ebenfalls im Trend: Der Uniform-Bart, bei dem es sich um einen akkurat gestutzten Vollbart handelt. Um den Bart perfekt in Form zu bringen, ist allerdings einiges an Geschick notwendig. Eventuell sucht man zu diesem Zweck einen Barbier auf. Besonders gut passt dieser Look zu Männern mit kantiger Gesichtsform.