Welche Kleidung für die Hochzeit

Muss es immer das weiße Brautkleid und er dunkle Anzug sein? Welche Kleidung ist angesagt auf Hochzeiten

Es soll der schönste Tag im Leben sein und wahrscheinlich hat jede Frau seit Kindheitstagen ihre ganz persönliche Vorstellung davon. Bei mir sind dies weiße Tauben, ein traumhaftes weißes Kleid und Schimmel, die eine märchenhafte Kutsche ziehen – das Fest selbst soll möglichst groß und pompös sein, am besten in einem Schlösschen… Wie Sie wohl schon vermutet haben, geht es ums Thema Hochzeit. Da meine Träume jedoch etwas realitätsfern sind und bestimmt nicht dem entsprechen, was aktuell wirklich angesagt ist, hier die echten Trends für Braut und Bräutigam:
Die Designer der Bridal-Shows, setzen heuer auf Kollektionen, so märchenhaft wie lange nicht mehr. Bei den Materialien herrschen Tüll und Spitze vor, beispielweise lange Ärmel aus Spitzenstoff, halb durchsichtig, aber – oder gerade deswegen? – extrem edel und stilvoll. Sehr weite V-Ausschnitte, bis hin zu schulterfrei. Auch auf Schleier wird in dieser Saison wieder großer Wert gelegt, Tüll ist besonders beliebt, aber auch Borte und Spitze sind besonders bei bodenlangen Schleiern ein echter Hingucker.

Ein paar Designer beweisen Mut und setzen Kontraste zum Prinzessinnenhaften – auf den Laufstegen sieht man vermehrt kurze Brautkleider (beispielsweise Monique Lhuillier), die aber dennoch die edlen, trendigen Spitzen- und Tüllstoffe aufweisen.
Vera Wang geht noch einen Schritt weiter und wagt den Stilbruch mit schwarzen Details im weißen Kleid. Nichts für jedermann, aber definitiv ein Hingucker und etwas Neues, Außergewöhnliches. Nicht nur der Schwarzweiß Trend, auch die Wasserfallausschnitte haben es von der Streetfashion in die Brautmode geschafft.  Die beliebten weiten Trägerleibchen können einen wunderschönen femininen Look zaubern, wenn sie zu einem Kleid werden – das locker fallende Oberteil umspielt die weiblichen Kurven und wirkt sehr romantisch.
Für den Bräutigam setzen die Designer heuer auf Extravaganz. Natürlich bleiben auch die klassischen schwarz weißen Kombinationen, aber wer gerne etwas Auffälligeres hätte, kann dieses Jahr aus dem Vollen schöpfen. Von Hemden in Pastellfarben, uniformartigen Anzügen über britisches Karo – man(n) muss sich nicht hinter seiner schönen Frau verstecken.
Immer mehr Paare wollen bei der Kleidung sparen und ordern ihre Kleidung im Internet, auf chinesischen Seiten. Oft wird angeboten, das Traumkleid extrem günstig nach den Vorgaben der Braut zu verändern oder gar ein eigenes Modell zu schneidern. Grundsätzlich spricht nichts gegen diese Vorgehensweise, ich verstehe jede Frau, die nicht hunderte bis tausende Euro für ein Outfit ausgeben will, das sie definitiv nur einmal trägt. Allerdings sollte man sich zuvor genau über den gewählten Shop erkundigen und nach Erfahrungsberichten suchen – bezüglich Qualität, Größenangaben und Lieferzeit / -gebühren bestehen enorme Unterschiede. Mir persönlich wäre das Risiko etwas zu groß – auf der sichereren Seite ist man, wenn man sein Traumkleid bei der Schneiderin seines Vertrauens anfertigen lässt oder ein etwas teureres Modell nach dem großen Tag einfach weiterverkauft.