Skandinavian Design, lesen Sie die Fortsetzung unseres Artikels

Nicht nur bei der Mode Mode und dem Lifestyle hat Skandinavien einen eigenen Stil entwickelt, sondern auch beim Design

Nachdem ich bereits über den skandinavischen Street Style berichtet habe, die nordischen Designer aber mindestens dieselbe Beachtung verdienen, wie ihre kreativen Kunden, werde ich mich diese Woche dem skandinavischen Design widmen.

Design a la IKEA und Co

Der bekannteste skandinavische Exporteur ist wohl IKEA. 1943 von Ingvar Kamprad gegründet, besitzt das schwedische Möbelhaus mittlerweile in gut 40 Ländern über 300 Warenhäuser (IKEA ist übrigens ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben von Ingvar Kamprad, dem Bauernhof seiner Eltern Elmtaryd und des Dorfes Agunnaryd) .Wahrscheinlich kennt ein jeder von uns DAS Regal - „Billy“. Einfach, schlicht, praktisch und dennoch stylish – dieses Konzept zieht sich nicht nur durch fast alle Ikea Produkte, nein, es beschreibt den nordeuropäischen Kleidungs- und Interieurstil generell sehr gut. Skandinavisch steht für Stil, Qualität und Coolness. In keinem schwedischen oder dänischen Geschäft habe ich bisher diese Sammelsurien an Kleinkram gesehen, die man in vielen Läden oder Haushalten Mitteleuropas findet.

Was für uns der liebgewonnene Kitsch in Omas Wohnung ist, ist den Nordeuropäern der pure Graus. Ein weiteres bekanntes Beispiel für skandinavisches Design ist Bang und Olufsen, die sich hauptsächlich Klang und Bild widmen. Hochwertigste Technik, kombiniert mit den klaren Linien und dem straighten Design der Schweden – meiner Meinung nach eine der stilvollsten Möglichkeiten, sein Wohnzimmer technisch auf den neusten Stand zu bringen.

Aber auch modisch sind die Skandinavier vorne dabei

Aber nicht nur was Inneneinrichtung und Co. angeht, sind die Skandinavier ganz vorne dabei – auch modisch sind Dänemark, Schweden und Norwegen (meinem Empfinden nach auch in ebendieser Reihenfolge) mehr als gut unterwegs.

Kopenhagen und Stockholm sind Paradiese für modebewusste Urlauber. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass die beiden eben genannten, einkaufstechnisch locker mit Städten wie Paris und Mailand mithalten können.

Ein einfacher Hennes und Mauritz wirkt in Nordeuropa wie eine teure Boutique – nicht nur das Geschäft an sich ist viel stylischer als bei uns, nein auch das Kleidungssortiment ist ein völlig anderes. Irgendwie ausgefallener, edler, hochwertiger.

Das Highlight sind aber die Boutiquen

Aber natürlich ist es nicht H&M, Mango, Zara und Co., die mein Herz im Sturm erobert haben – nein, es sind die kleinen skandinavischen Boutiquen, eine schöner als die andere. Besonders beliebt waren diese Saison offensichtlich Designs mit Draht, beispielsweise als Ketten, Krägen oder Gürtel. Absolut individuell und dennoch edel, war mein Favorit hier ein Seidenschal, der sich um ein dickes Drahtseil gewickelt hat. In hunderten Variationen bieg- und tragbar, habe ich ihn sofort in mein Herz geschlossen. Farblich setzten die skandinavischen Designer heuer auf Schlammfarben und Erdtöne – beinahe alles war ocker, beige oder ähnlich grün bis braun. Dazu wurden auffällig viele verschiedene Stoffe verarbeitet. Besonders oft bin ich auf Falten- und Knitterstoffe gestoßen, Lagenlooks, Ledereinsätze, Seidenüberzüge – aber lustigerweise hat kein einziges Kleidungsstück überladen oder billig ausgesehen. Auch Kontraste mithilfe von Neonfarben wurden gerne gesetzt – sehr gut hat mir hier immer helles Gelb mit einem erdigen Grün gefallen, dicht gefolgt von Orange und Grün Kombinationen. Dem Ruf des immer kalten Nordens folgend, gibt es natürlich auch ganzjährig Pullover zu erstehen – für den Sommer in den ausgefallensten Schnitten und schön luftig, aber immer darauf bedacht, in kühlen Nächten dennoch warm zu halten. Für den Winter gibt es unglaublich viele wunderbare Strickpullis und Schals, farblich am liebsten beige, rot, grün und bräunlich – gerne auch gemustert.

Skandinavien von zu Hause aus

Wer nun Lust auf etwas Skandinavien bei sich zu Hause bekommen hat, der kann sich dieses auch bequem von der Couch aus holen… Eine riesige Auswahl findet man auf www.scandinavianbutik.com – von Lebensmitteln über Weihnachtsartikel und Küchenutensilien findet man dort wirklich viele süße Teile. Ähnlich ist auch das Konzept von www.scandinavian-lifestyle.de, die aber zusätzlich Bekleidung in ihrem Sortiment haben. Wer seine Kleinen gerne etwas nordisch einkleiden möchte, ist mit www.scandinavianminimall.co.uk bestens bedient. Einen schönen Einblick in die schwedische Modewelt gibt meines Erachtens nach der Blog von Linda Rydens, definitiv junge, moderne Mode, präsentiert von einer echten Schwedin. Aber auch Angelica Blick, angelicablick.se, ist eine meiner absoluten Lieblingsbloggerinnen – eine unglaublich schöne Frau, die sehr professionell die rockige Seite ihrer Heimat zeigt. Fashion, Musik und Kunst findet man bei Gillofilippa, radarmagazine.se/gillofilippa. Alle drei Blogs sind englischsprachig.

Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen für das skandinavische Design begeistern und wünsche viel Spaß beim erkunden und nachforschen – es lohnt sich!